DUDEN: Wie verfasst man wissenschaftliche Arbeiten?
Andermann, Ulrich; Drees, Martin; Grätz, Frank
Wie verfasst man wissenschaftliche Arbeiten? Ein Leitfaden für das Studium und die Promotion.
Mannheim u.a.: Dudenverlag, 3., völlig neu erarbeitete Auflage, 2006.
190 Seiten
ISBN 978-3-411-05113-7
11,95 €
Rezension:
Beim Schreiben einer wissenschaftlichen Arbeit, ob erste Seminararbeit oder Dissertation, gibt es viel zu beachten. Zahlreiche Ratgeber versuchen, den Studierenden erfolgreich über die Hürden von Recherche, Gliederung, Zitierweise und Co. zu bringen. Einer, bei dem die Aussichten, dass das gelingt, außerordentlich hoch sind, ist der Ratgeber aus dem DUDEN-Verlag. Kompetent erläutert er alle notwendigen Schritte von der Terminplanung über Themensuche und Recherche zur eigentlichen Schreibarbeit und den zu beachtenden Formalia. Er richtet sich an Geistes- und Sozialwissenschaftler.
Im ersten Teil werden zunächst der Arbeit vorausgehende Themen behandelt, wie Arbeit – und Terminplanung und Instrumente der Ideenfindung wie Brainstorming oder Mindmapping. Danach wird erläutert, wie man zu einer wissenschaftlichen Fragestellung gelangt. Anschließend wird ausführlich auf Recherchestratgien und den Umgang mit dem so gefundenen Material eingegangen. Nach einem kurzen Blick auf Hypothesen und Studien kommt der Ratgeber zur eigentlichen Arbeit. Neben Ausführungen zur Materialanlyse und Schreibstrategien findet der Leser auch den wichtigen Hinweis auf die Ergebnissicherung.
Im zweiten Teil wird am Beispiel einer Studienabschlussarbeit auf die Abfassung des wissenschaftlichen Textes eigengangen. Dies ist der Teil, auf den man beim Schreiben immer wieder zurückgreifen muss: Welche formalen Anforderungen und Qualitätskriterien sind zu beachten? Wie muss eine Gliederung aussehen, wie zitiert man richtig? Wie sollten die Literaturangaben aufgebaut sein? Auch der Abschluss wird nicht vergessen: Korrekturlesen, Formatieren, Binden, … All diese Fragen werden, auch anhand von Beispielen, ausführlich geklärt.
Im drittenTeil werden Funktionen, Merkmale und Aufbau verschiedener wissenschaftlicher Texte dargestellt, vom Abstract bis zum Artikel in einer Fachzeitschrift.
Der Anhang führt u. a. Bibliographien und Datenbanken für die Recherche auf, zeigt Beispiel für Manuskriptseiten und erläutert Korrekturvorschriften.
In meinen Augen überflüssig ist der 30seitige Anhang: „Rechtschreibung und Zeichensetzung im Überblick“. In einem studentischen Haushalt ist ein Nachschlagewerk zur Rechtschreibung Pflicht – diese Anschaffung sollte niemand scheuen.
Dem Studienanfänger sei die ausführliche Lektüre empfohlen, der fortgeschrittene Verfasser wissenschaftlicher Arbeiten wird das Buch als praktisches Nachfragewerk schätzen, in dem er Antwort auf all die im Laufe der Arbeit auftauchenden Unklarheiten findet.
Fazit: Der DUDEN-Ratgeber lässt keine Frage offen. Ob als erste Einführung oder Nachschlagewerk für kniffelige Fragen, die Anschaffung kann empfohlen werden, und das am besten frühzeitig im Studium.
Klappentext:
Sie müssen eine Semester- oder Magisterarbeit für die Uni schreiben? Sie wollen promovieren?
Dieser Ratgeber
- bietet Ihnen zuverlässige Hilfe bei der Anfertigung von Arbeiten im geisteswissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Bereich.
- erläutert das Vorgehen von der Themenfindung bis zur Publikation der fertigen Arbeit,
- hilft bei Problemen von A wie Anfangen bis Z wie Zitieren.
Inhalt:
Vorbemerkungen
1. Zum Konzept des Buches
1.1 Ziel, Aufbau und Anspruch
1.2 Das Arbeiten mit diesem Buch
2. Der große Unterschied: das wissenschaftliche Arbeiten als „Projekt“ – die wissenschaftliche Arbeit als „Produkt“
2.1 Projektmanagement und persönliche Arbeitsplanung
2.1.1 Vom Ergebnis her denken
2.1.2 Arbeits- und Terminplanung
2.2 Instrumente der Ideenfundung und –systematisierung
2.2.1 Brainstorming
2.2.2 Metaplan
2.2.3 Mindmapping
2.3 Warnung vor Kardinalfehlern
2.3.1 Fehlende Projektplanung
2.3.2 Fehlendes Zeitmanagement
2.3.3 Nicht einlösbarer Anspruch auf Vollständigkeit
Die wissenschaftliche Arbeit als Projekt
- Vom „Problem“ zur wissenschaftlichen Fragestellung
3. Vom „Problem“ zur wissenschaftlichen Fragestellung
3.1 Ziel, Zweck und Erkenntnisinteresse der wissenschaftlichen Arbeit
3.2 Der Ausgangspunkt: das „Problem“ und der aktuelle Erkenntnisstand
3.3 Ein erstes „Produkt“: die wissenschaftliche Fragestellung
3.4 Präzesierung des Informationsbedarfs und Klärung der Informationsquellen
3.5 Forschungsleitende Thesen, theoretische Basis und methodische Strategie
4 Die Informationsphase: Ausschöpfung vorhandener Quellen und Materialien
4.1 Recherchestrategien
4.1.1 Schneeballsystem
4.1.2 Systematische Recherche in Bibliotheken und in thematisch strukturierten Informationssymmlungen
4.1.3 Systematische Recherche in Datenbanken, im Internet und in anderen Informationsquellen
4.1.4 „Experten“ als Informanten
4.2 Materialverarbeitung und Ergebnissicherung
4.2.1 Lesestrategien
4.2.1 Erfassung und Dokumentation/Exzerpieren
4.2.3 Informatonsmangement, Bezug zur Fragestellung der Studie
5 Das Zwischenergebnis: Präzesierung der Fragestellung, Skizze eines Untersuchungskonzepts
5.1 Die „endgültige“ Fragestellung der wissenschaftlichen Arbeit
5.2 Die präzisen Untersuchungshypothesen und der verbleibende Informationsbedarf
5.3 Das methodische Konzept für die Beantwortung der Forschungsfragen
5.3.1 Die theoretische Studie und die Literaturstudie
5.3.2 Die empirische Studie
5.3.3 Methoden der empirischen Informationsgewinnung: ein kurzer Überblick
6 Die eigentliche Arbeit: die Produktion wissenschaftlicher Erkenntnis
6.1 Analyse der bisher gesammelten Materialien und Informationen
6.2 Die Antwort auf die Forschungsfragen: das Resultat der wissenschaftlichen Arbeit und seine schriftliche Dokumentation
6.2.1 Strategien für das Schreiben
6.2.2 Ergebnissicherung bei jedem Arbeitsschritt
6.2.3 Entwürfe und Überarbeitungen
Die wissenschaftliche Arbeit als Produkt: Beispiel Studienabschlussarbeit
7 Der wissenschaftliche Text
7.1 Formale Anforderungen an wissenschaftliche Texte
7.2 Inhaltliche Anforderungenan wissenschaftliche Texte
7.2.1 Die Studie ist kein Selbtzweck: Orientierung am Adressaten
7.2.2 Der „rote Faden“. Die Forschungsfragen und ihre Beantwortung
7.2.3 Lesbarkeit für den Adressaten: informativer Text und anschauliche Illustrationen (Tabellen und Grafiken)
7.2.4 Qualitätskriterien für wissenschaftliche Texte
7.3 Die äußere Form: Gliederung und Aufbau
7.3.1 Titel und Titelblatt
7.3.2 Inhaltsverzeichnis
7.3.3 Einleitung
7.3.4 Hauptteil
7.3.5 Schluss
7.3.6 Literaturverzeichnis, Anhang, Register
8 Das Manuskript entsteht
8.1 Argumentations- und Schreibstile
8.2 Textformen
8.3 Quellennachweis und Zitieren
8.3.1 Paraphrasieren und wörtliches Zitieren
8.3.2 Zitat aus zweiter Hand
8.3.3 Fremdsprachige Zitate
8.4 Funktion von Textkorpus, Fuß- und Endnoten
8.5 Das Quellen- und Literaturverzeichnis
8.5.1 Funktion und Umfang
8.5.2 Aufbau von Literaturangaben
8.5.3 Quellen aus dem Internet
8.5.4 (Alphabetische) Sortierung
8.6 Das „endgültige“ Produkt
8.6.1 Formale Vorschriften
8.6.2 Überarbeiten und Korrekturlesen
8.6.3 Formatieren, Drucken, Binden
Die verschiedenen Arten wissenschaftlicher Texte
9 Funktionen, Merkmale und Aufbau verschiedener Typen wissenschaftlicher Texte
9.1 Zusammenfassender Kurztext, Summary/Abstract
9.2 Thesenpapier
9.3 Hausarbeit, Referatstext
9.4 Diplom-/Magister-/Master-/Examensarbeit
9.5 Dissertation
9.6 Habilitationsschrift
9.7 Literaturbericht, Rezension
9.8 Forschungsbericht
9.9 (Fach)zeitschriftenartikel
Anhang:
Bibliographien und Datenbanken
Beispiele für Manuskriptseiten
Korrekturvorschriften und Korrekturzeichen
Verzeichnis üblicher Abkürzungen
DIN-Normen
Literaturverzeichnis
Rechtschreibung und Zeichensetzung im Überblick
